Übergabe der Petition „Osttangente in den Boden“

Petition_OsttangenteAm 31. Mai wurde die Petition gegen den Ausbau der Osttangente an den Bundesrat überwiesen. Über 11’000 Unterschriften wurden gesammelt. Ein grosses Dankeschön all die vielen Sammlerinnen und Sammler,  vorallem an die beiden Vereine IG Osttangente und den Verein Ausbau Osttangente – so nicht

Worum gehte es in der Petition? 
Seit 40 Jahren durchschneidet die Autobahn A2 («Osttangente») in Basel die dicht bewohnten Quartiere Gellert, Breite / Lehenmatt und Oberes Kleinbasel. Die Osttangente ist eine der meist befahrenen Strassen der Schweiz, der Verkehr nimmt stetig zu. Lärm und Luftverschmutzung haben ein für die Bevölkerung unerträgliches Ausmass angenommen. Ohne stadtgerechten, lückenlosen Lärmschutz verschlechtert sich die Wohnqualität weiter, was auch die soziale Durchmischung der Quartiere gefährdet. Der Bund ist mit der Lärmschutzverordnung verpflichtet, sämtliche Lärmsanierungen bis 2015 vorzunehmen, die entsprechenden Gelder wurden vom Parlament freigegeben. Das ASTRA hingegen stellt für Autobahnabschnitte mit laufenden Ausbauplanungen die Lärmsanierungen zurück, so auch für die Osttangente: Für die betroffene Bevölkerung ein inakzeptabler Zustand!

Die Unterzeichnenden fordern deshalb die Verkehrsministerin der Schweiz auf:
➜ Die dringend erforderlichen Lärmschutzmassnahmen sofort zu ergreifen und damit dafür zu sorgen, dass die Wohn- und Lebensqualität der betroffenen Quartiere nicht weiter sinkt.
➜ Diese Lärmschutzmassnahmen vom geplanten Ausbau der Osttangente zu trennen, weil sonst der überfällige Lärmschutz mindestens weitere 15 Jahre auf sich warten lässt.
➜ Die aktuelle Planung für den Ausbau der Osttangente (Kapazitätserweiterung durch Verbreiterung des bestehenden Trassees) sofort zu stoppen, weil dieser Ausbau zu Hausabbrüchen führt und noch mehr Verkehr, Lärm, Luftverschmutzung und Kosten nach sich ziehen wird.
➜ Die Osttangente zukünftig auf der gesamten Länge zwischen Schwarzwaldtunnel und Anschluss Hagnau in Tunnellage zu führen.

Übergabe am 31. Mai 2011
Mit der Teilnahme in Bern von: Anita Fetz, Ständerätin; Dr. Sebastian Frehner, Nationalrat; Beat Jans, Nationalrat; Anita Lachenmeier, Nationalrätin; Peter Malama, Nationalrat; Oswald Inglin, Grossrat; sowie Mitglieder der IG „Osttangenten- Ausbau Nein – Lärmschutz Jetzt!“ und des Vereins “Ausbau Osttangente – so nicht!“ konnte die breite Unterstützung dieses Anliegen demonstriert werden.

Gedicht

Mit der Petition wurde dem Bundesrat auch folgendes Gedicht abgegeben:   



Drum muess die Strooss, do gits nyt z mure

ln Boode yyne, aifach undedure

Mer winscheh ys, fir Basel wärs e Gligg

Entschaide Si – aimool – mit Dunnelbligg
Me schloht in Zyte no vom Autiwahn
Zmitts dur Basel brutal en Autibahn
Die Schnaise gheert, das gseht e Blinde
Baulig z Basel zue de greeschte Sinde
Si soll, gohts noch de Plän vom Bund
No braiter wärde, um zäh Meter rund
Frisst sich so mit no meh Lärm und Gschtangg
Dief in d Wohnquartier, Verkehr sei Dangg
Die Entwigglig gilts in unsrer Stadt z bekämpfe
E guete Lärmschutz muess die ärgschte Usswüggs dämpfe
Mir maine ,,s länggt“, s muess nundefaane
Andligg e gscheiti Leesig aane
Fähler derfsch aimool mache (sait me gärn)
Denn sottsch druss lehre, das gilt au z Bärn
Drum muess die Strooss, do gits nyt z mure
ln Boode yyne, aifach undedure
Mer winscheh ys, fir Basel wärs e Gligg
Entschaide Si – aimool – mit Dunnelbligg