Transparenz auch bei den Medien

zeitungenDie Vorkommnisse der letzten Wochen zeigen eines ganz deutlich: Es ist zwingend, dass auch bei den Medien Transparenz herrscht. Journalismus, der den Mächtigen auf die Finger schaut, ist selbstverständlich. Aber: Kampagnenjournalismus, der sich zum Werkzeug undurchsichtiger Kräfte macht, muss durchleuchtet werden. Wenn ein Nationalrat Medienunternehmen verdeckt steuert, während diese gleichzeitig politische Gegner ins Visier nehmen, ist das ein grober Angriff auf die Demokratie.

Meine Motion, die ich vor Weihnachten aufgrund der BaZ-Wirren im Nationalrat eingereicht habe, wird immer wichtiger. Sie verlangt, dass Ratsmitglieder, die mindestens fünf Prozent eines Medienunternehmens besitzen oder in einem Führungs- oder Aufsichtsgremium eines Mediums Einsitz nehmen, dies im Register der Interessenbindungen deklarieren. Demokratie kann nur gelingen, wenn die Berichterstattung über Politik umfassend, vielfältig und somit ausgewogen erfolgt. Deshalb soll die Bevölkerung erfahren, wer hinter den Medien steckt.