STIMMFREIGABE zur Fair Food-Initiative

Auch mit den Zielen der Fair Food-Initiative kann ich mich voll und ganz identifizieren. Sie hat aber einen entscheidenden Konstruktionsfehler im Initiativtext: Importe von Lebensmitteln sollen künftig nur gestattet sein, wenn sie Schweizer  Standards erfüllen – das verstösst gegen internationales Handelsrecht und ist so kaum umsetzbar, zumal es fast unmöglich sein dürfte, alle Importe dahingehend zu kontrollieren. Hingegen befürworte ich klar eine Begünstigung von landwirtschaftlichen Produkten, die international  anerkannte Mindeststandards (auch höhere) erfüllen.

Auch hier habe ich – wie bei der Initiative für Ernährungssouveränität – via Gegenvorschlag einen Ausweg gesucht – und leider hat auch dieser Gegenvorschlag keine Mehrheit gefunden, weshalb wir nur über die Initiative abstimmen können. Ich gebe die Hoffnung aber nicht auf, dass im Fall einer Annahme eine umsetzbare Lösung gefunden werden kann.