Nein zu „No-Billag“ heisst Nein zu Fake News

Rechtspopulist*innen haben die Fake News nicht erfunden. Gekaufte Studien, Diffamierung, Konzertierte Desinformation: Früher kam sie aus den Reihen der Tabakmultis, später der Energiekonzerne.

Eigentlich erleben wir einen grossen Widerspruch: Einerseits ermöglicht das Internet – theoretisch –  den Zugang zu Information wie nie zuvor, andererseits fördert es aber den Austausch unter Gleichgesinnten und die Abgrenzung einzelner Gemeinschaften voneinander. Wenn die eigene Einstellung zu Themen wie der Klimaüberhitzung nicht mehr durch faktenbasierte Information, sondern nur noch gegenseitige Selbstbestätigung und geschickt gestreute Falschinformation geformt wird, ist Gefahr im Verzug. Wenn der Glaube erst genügend gefestigt ist, bleibt für rationale Argumente kein Platz mehr. Eine sehr lesenswerte Analyse dieses Zusammenhangs liefert die aktuelle Ausgabe der „Zeit“.

In der Schweiz sind die öffentlichen Medien, mehrheitlich unter dem Dach der SRG, durch Gebührenfinanzierung weder vom Staat noch von den Interessen grosser Unternehmen abhängig. Sie sind die Säule der unabhängigen Information und Aufklärung. Wir brauchen sie mehr denn je – Die „No-Billag“-Initiative will genau diese öffentlichen Medien zerstören und ist darum brandgefährlich. Sie muss unbedingt abgelehnt werden!