Mittelstand statt Gewinne entlasten

tawoDie erneute Senkung der Gewinnsteuer für Unternehmen in Basel-Stadt ist abzulehnen. Es ist schon die dritte innerhalb von nur vier Jahren. Sie kommt zu früh, begünstigt die Falschen und bringt wenig. Dank vernünftiger Steuer- und Finanzpolitik herrschen in Basel-Stadt keine Baselbieter Verhältnisse. Das soll so bleiben. Diese Position vertrete ich in der heutigen Wochendebatte der Tageswoche.

Die Senkung des maximalen Gewinnsteuersatzes nützt nur Firmen, die hohe Gewinne schreiben. Die meisten Gewerbebetriebe fallen nicht in diese Kategorie, haben also nichts davon. Wer das Basler Gewerbe mit 50 Millionen stützen will, senkt deshalb besser den Freibetrag der natürlichen Personen. Das bringt rund 100’000 Haushalten 400 Franken mehr Kaufkraft. Haushalte, die jeden Franken umdrehen müssen, werden dieses Geld in den Wirtschaftskreislauf zurücktragen und so das regionale Gewerbe stärken.