JA zum Ozeanium

Der Basler Zolli will an der Heuwaage ein neues Ozeanium bauen und das auch selber finanzieren. Er erfüllt dabei alle rechtlichen Auflagen. Das Projekt ist raumplanerisch einwandfrei. Würde er diesen Neubau innerhalb der bestehenden Zolli-Fläche realisieren, könnten wir, wie beim Umbau des Elefanten- oder des Affenbaus, gar nicht darüber abstimmen. Es kommt nur zu einem Volksentscheid, weil der Nutzungsplan geändert werden muss.

Der Zolli bietet der Stadt und namentlich ihren Familien seit Jahrzehnten eine wunderbare Dienstleistung. Mit meinen Töchtern habe ich viele Tage dort verbracht und durfte viel Bereicherndes erleben. Der Zolli hat das Recht – wie andere Institutionen auch – sich zu entwickeln. Das will er mit diesem Ozeanium. Aus meiner Sicht bräuchte es triftige Gründe, um ihm dieses Recht zu verwehren. Solche Gründe liegen meines Erachtens nicht vor.

Das Projekt ist aus energetischer Sicht von hoher Qualität. Der Lehmbau wird 30 Prozent weniger Energie verbrauchen als das Kunstmuseum. Aus tierschützerischer Sicht ist er nicht problematischer als alle bestehenden Gehege des heutigen Zollis. Das Ozeanium soll und kann den Meerestieren eine artgerechte Haltung nach neuestem Stand der Technik ermöglichen. Ich habe volles Vertrauen in den Zolli, dass er das Projekt verantwortungsvoll umsetzt und die neusten Standards in Sachen Energieeffizienz  und Tierschutz einhält. Auch die Beschaffung der Tiere ist in keiner Weise problematischer als der Fischfang, der für jede Coop-, oder Migros-Filiale in unserer Stadt betrieben wird.

Basel ist das Schweizer Tor zum Meer, auch wenn es nicht direkt am Meer gelegen ist. Weltweit sind marine Ökosysteme gefährdet und mit ihnen Arten und Lebensräume, die wir noch kaum kennen. Das Ozeanium will uns diese näherbringen. Keine Leinwand und keine VR können uns und unsere Kinder so direkt auf den Schutz der Meere sensibilisieren wie die direkte Begegnung im Ozeanium.