Die Initiative „Grüne Wirtschaft“ – eine Schuldenbremse für die Natur

Grüne Wirtschaft - eine Schuldenbremse für die Natur

Bild: Keystone / Gaetan Ball (NZZ vom 20.09.2016)

Ich danke der NZZ für die differenzierte Auseinandersetzung mit meinem Vergleich. Entscheidend ist der Unterschied zwischen der Schuldenbremse für Finanzhaushalte und derjenigen für die Natur:

Finanzielle Verschuldung lässt sich korrigieren. Sie kann in einer Gesamtbetrachtung sinnvoll sein, wenn sie befristet ist. Eine ökologische Verschuldung hingegen ist irreversibel. Wenn Lebensräume zerstört, Biodiversität vernichtet, mineralische Ressourcen immer rascher ausgebeutet werden, sind das endgültige Schäden an der Lebensgrundlage und am Wirtschaftssubstrat künftiger Generationen. Deshalb rechtfertigt sich auf lange Sicht die nationale Betrachtung. Ein Land das auf Ressourcen setzt, die es künftig nicht mehr gibt, hat keine Zukunft. Es vernichtet sein eigenes Kapital. Genau deshalb gibt es inzwischen Rating-Agenturen, welche bei der Kreditwürdigkeit von Staaten ihren den ökologischen Fussabdruck berücksichtigen.