Zugang zu Land und Landwirtschaftsbetrieben verbessern!

(c) 2016 Ludwig Sebastian Micheler // Wikimedia Commons

Eine gewisse Kleinräumigkeit ist wichtig für unsere Landwirtschaft. Sie bedeutet den Erhalt der Biodiversität, des Kulturlandes und langfristig auch der Bodenfruchtbarkeit. Der Trend in der Schweizer Landwirtschaft geht aber in die gegenteilige Richtung: Während der letzten Jahrzehnte gaben viele Landwirte ihre Betriebe auf oder konnten keine Nachfolge finden, was zu einem Konzentrationsprozess geführt hat. Die Höfe werden weniger und grösser. Diese Entwicklung ist allgemein bekannt. Weniger bewusst ist man sich hierzulande hingegen eines anderen Problems: Für Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger ist es schwierig, an Land und Hof zu kommen. Dabei würden gerade junge Neu- und Quereinsteiger*innen viel Innovation und Potenzial in die hiesige Landwirtschaft bringen. Neue Bewirtschaftungsformen, Genossenschaftsmodelle und Direktvermarktung böten viel Potenzial für eine nachhaltigere Landwirtschaft und bessere Einkommen für die Landwirte. Um herauszufinden, wie der Zugang zu Land verbessert werden kann, habe ich in folgendem Postulat den Bundesrat angefragt:

Postulat Zugang zu Land

Der Bundesrat wird beauftragt zu prüfen und zu berichten, wie der Einstieg für ausserfamiliäre Hofnachfolger und Initiativen der solidarischen Landwirtschaft (Produzenten-Konsumenten-Kollektive) erleichtert werden kann.

Begründung: Der Zugang zu Land und Hof gestaltet sich für Personen ohne familieneigenen Betrieb sehr schwierig. Schweiz weit suchen junge, gut ausgebildete Landwirte und Landwirtinnen oft jahrelang erfolglos nach einem passenden Betrieb. Dies obwohl jedes Jahr Hunderte von Betrieben wegen innerfamiliärem Nachwuchsmangel „sterben“. Von motivierten Quereinsteigern geführte Betriebe zeichnen sich nicht selten durch Innovation und gute Wertschöpfung aus. Mit der Erleichterung ausserfamiliärer Betriebsübernahmen können Arbeitsplätze im ländlichen Raum erhalten werden.