Abschalten!

Abschalten!Three Mile Island, Tschernobyl, Fukushima: In den letzten 40 Jahren wurde uns oft genug vor Augen geführt, dass Atomkraftwerke immer ein enormes Sicherheitsrisiko beinhaltet. Der Schaden, den eine Kernschmelze verursacht, kann katastrophale Ausmasse annehmen und wirkt über Generationen.  Bei allen Atomreaktoren gängiger Bauart besteht immer das Risiko einer Reaktorkernschmelze, auch bei den fünf Reaktoren, die bei uns in der Schweiz in Betrieb sind und von denen drei zu den weltweit ältesten gehören. Ich möchte meinen Kindern nicht erklären müssen, dass aufgrund des Leichtsinns meiner Generation ein grosser Teil der Schweiz nicht mehr bewohnbar ist. Schon alleine dieses Restrisiko und die bereits geschehenen Katastrophen sollten uns Grund genug geben, endgültig aus der Atomenergie auszusteigen.

Wo der Strom dann herkommen soll? Da gibt es genügend Alternativen. Während die Energiewende in der Schweiz „dank“ satter bürgerlicher Mehrheiten im Schlafwagen unterwegs ist, geht sie anderswo in riesigen Schritten voran, darunter in vielen europäischen Ländern. Der rasante Zubau der Wind- und Sonnenergie sorgt für Tiefstpreise auf dem europäischen Strommarkt. Das bedeutet auch, dass die AKW mittlerweile defizitär geworden sind, denn ihre Produktionskosten liegen deutlich über den Marktpreisen. Ein Grund mehr, die Oldtimer Schritt für Schritt vom Netz zu nehmen. Die Initiative für einen geordneten Atomausstieg will genau dies. In der aktuellen Ausgabe des „links“ (Mitgliederzeitung der SP Schweiz) gebe ich ein Interview zu ihrem Inhalt.